Früherkennung

Vorsorgeuntersuchungen für Männer und Frauen

Die meisten von uns gehen erst zum Arzt, wenn sie gesundheitliche Probleme haben. Etwa wenn der Rücken schmerzt, uns über mehrere Tage Bauschmerzen plagen oder sich Hautveränderungen zeigen. Sie sollten aber auch regelmäßig die zahlreichen Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen wahrnehmen, die unser Gesundheitssystem bietet. Denn dadurch können im besten Fall Erkrankungen so früh erkannt werden, dass Ärzte sie behandeln oder sogar heilen können.

Die wichtigsten allgemeinärztlichen Vorsorge-Untersuchungen führen wir im Osteomedicum in Kiel durch.

Bildnachweis: © Ligamenta Wirbelsäulenzentrum / pixelio.de

Das gilt besonders für gut- und bösartige Gewebsveränderungen, die zu Krebs führen können, aber auch für Diabetes mellitus Typ 2 und Herz-Kreislaufprobleme.

Wir sind für Sie da!

Bei uns im Osteomedicum erhalten Sie ein vollumfängliches Spektrum an Früherkennungsuntersuchungen – weit über jene hinaus, die von dem Gemeinsamen Bundesausschuss als Kassenleistung festgelegt sind (siehe weiter unten). Wir passen die Maßnahmen individuell an Ihre Bedürfnisse an, je nach Geschlecht, Alter und Vorerkrankungen. Dafür nehmen wir uns umfassend Zeit – ein Gut, das in vielen kassenärztlichen Praxen leider oft Mangelware ist.

Zu unseren erweiterten Leistungen zur Früherkennung zählen unter anderem:

  • Eine Mikronährstoffanalyse
  • Untersuchung der Darmflora (Profil “Darmcheck Mikrobiom”)
  • Ein Osteopathie-Check-Up
  • Ein Stress-Check mit Messung der Herzratenvariabilität
  • Naturheilkundliche Anamnese und Diagnostik
  • Ernährungs-Check-Up

Wir führen natürlich auch eine Reihe von kassenärztlichen Früherkennungsuntersuchungen als Privat- und Selbstzahlerleistungen bei uns in der Praxis durch – in einer entspannten Wohlfühlatmosphäre ohne Zeitdruck. Die Kosten für die Untersuchungen können Sie als gesetzlich Versicherter bei Ihrer Krankenkasse einreichen. Diese übernehmen den Betrag, den Sie für eine Untersuchung in einer Kassenpraxis bezahlen würden. Das sind in der Regel zwischen 40 und 50 Prozent der Gesamtkosten.

Zudem arbeiten wir eng mit internistischen, dermatologischen, gynäkologischen und urologischen Kolleginnen und Kollegen zusammen. So können wir Ihnen vollumfänglich alle gängigen Vorsorgeuntersuchungen bieten:

Vereinbaren Sie gerne einen Beratungstermin bei uns – flexibel, auch in den Abendstunden. Im Rahmen des Gesprächs klären wir Sie dann auch über die zu erwartenden Kosten auf. Da wir keine Standard-Therapiepakete anbieten, variieren diese – je nach Untersuchungen und Therapien.

 

 

Details zu weiteren Früherkennungsuntersuchungen

Es gibt eine Reihe weiterer Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen, die wir im Osteomedicum nicht direkt durchführen können, weil sie von Ärzte der jeweiligen Fachrichtungen übernommen werden.

Gerne beraten wir Sie jedoch ausführlich dazu, welche Maßnahmen für Sie sinnvoll sein können – das hängt von unterschiedlichen Faktoren ab, wie Ihrem Alter, Ihrer familiären Vorgeschichte sowie Erkrankungen.

Krebsfrüherkennung Gebärmutterhalskrebs

Zielgruppe: Frauen ab 20 Jahre
Turnus: jährlich

Diese Vorsorge zielt darauf ab, Gebärmutterhalskrebs und seine Vorstufen frühzeitig zu erkennen. Die Untersuchungen führen Gynäkologen durch. Zunächst erfolgt eine gezielte Anamnese, bei der primär erfragt wird, ob Beschwerden bestehen und auch, ob in der Familie Krebserkrankungen bekannt sind. Ein Arzt begutachtet dann die äußeren Genitalien. Anschließend tastet er die inneren und äußeren Geschlechtsorgane ab und schaut sich mithilfe eines Spekulums, einem kleinen Spiegel, die Scheide und den Muttermund am Gebärmutterhals an. Es folgt ein Abstrich vom Gebärmutterhals und -mund. Die Zellen untersucht er dann mikroskopisch auf Veränderungen (Pap-Test), die auf Gebärmutterhalskrebs und seine Vorstufen hinweisen können.

In Zukunft neu: Frauen zwischen 20 und 60 Jahren sollen bald alle fünf Jahre von ihrer Krankenversicherung eine Einladung zu den Früherkennungsuntersuchungen erhalten. In einer beiliegenden Broschüre wird dann über die Vor- und Nachteile des Screenings informiert.

Chlamydienscreening

Zielgruppe: Frauen bis 25 Jahre
Turnus: jährlich

Chlamydien sind Bakterien, die am häufigsten sexuell übertragen werden. Oft geht eine Infektion ohne Beschwerden einher. Unbehandelt kann sie für Frauen jedoch ernste Folgen haben, nämlich die Unfruchtbarkeit. Daher ist es sehr wichtig, die jährliche Vorsorgeuntersuchung bis zu einem Alter von 25 Jahren wahrzunehmen. Früh erkannt, kann die Chlamydien-Infektion mithilfe von Antibiotika gut behandelt werden. Der Nachweis auf Erreger erfolgt durch eine Urinprobe. Junge Frauen sind häufig betroffen – insbesondere jene mit wechselnden Sexualpartnern.

HPV-Test

Zielgruppe: Frauen ab 35 Jahre
Turnus: alle drei Jahre

Noch im Jahr 2018 soll für Frauen ab 35 Jahren die Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge sowohl mithilfe des Pap-Tests als auch des HPV-Tests durchgeführt werden. Dieser findet dann zwar nur noch alle drei Jahre statt, soll aber Untersuchungen zufolge Zellveränderungen noch früher erkennen und somit das Risiko für einen Gebärmutterhalskrebs weiter senken.

Erweiterte Krebsfrüherkennung Brustkrebs

Zielgruppe: Frauen ab 30 Jahre
Turnus: jährlich

Mit steigendem Alter wächst das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Für Frauen ab 30 Jahre gibt es daher ein jährliches Brustkrebsscreening als Früherkennungsmaßnahme. In einem Gespräch fragen Gynäkologen Sie zunächst, ob Ihnen Veränderungen der Haut oder der Brust aufgefallen sind und ob in der Familie bereits eine Krebserkrankung aufgetreten ist. Zusätzlich erfolgt das Abtasten der Brust und der Achselhöhle auf Knoten oder Unregelmäßigkeiten. Sie bekommen dann noch gezeigt, wie Sie selbst zu Hause das Abtasten durchführen können und auf welche Veränderungen Sie dabei besonders achten sollten.

Brustkrebsfrüherkennung durch das Mammografiescreening

Zielgruppe: Frauen ab 50 Jahren
Turnus: alle zwei Jahre bis einschließlich 69 Jahre

Alle Frauen im Alter von 50 bis einschließlich 69 Jahre erhalten automatisch alle zwei Jahre eine Einladung zur Mammografie. Darum kümmern sich sogenannte Zentrale Stellen, die in der Regel auf Landesebene durch die Kassenärztlichen Vereinigungen und die Landesverbände der Krankenkassen finanziert und betrieben werden. Die Mammografie erfolgt mittels Röntgenuntersuchung und gilt als effektivste Methode für ein Brustkrebsscreening. Sie wird in zertifizierten medizinischen Einrichtungen durchgeführt. Die Brüste werden dazu zwischen den Objekttisch und eine Platte vorsichtig etwas flach gedrückt. Dann erfolgt das Röntgen: von senkrecht oben und schräg von der Seite. Auf den Röntgenbildern können speziell geschulte Radiologen erkennen, ob gut- und bösartige Veränderungen oder Krebsvorstufen vorhanden sind.

Darmkrebsfrüherkennung: Darmspiegelung oder Stuhluntersuchung

Zielgruppe: Männer und Frauen ab 55 Jahre
Turnus: Stuhluntersuchung alle zwei Jahre, oder Darmspiegelung: alle zehn Jahre

 Die derzeit zuverlässigste Methode zur Früherkennung von Darmkrebs ist die Spiegelung, auch Endoskopie genannt. Bereits Krebsvorstufen, wie bestimmte Formen von Schleimhaut-Polypen, können während der Untersuchung entdeckt und direkt entfernt werden. So lässt sich verhindern, dass sich überhaupt erst Krebs entwickelt. Die Spiegelung führen in der Regel Gastroenterologen mit entsprechender Weiterbildung durch. Sie erfolgt ambulant. Vorab ist es wichtig, dass Sie den Darm vollständig entleeren. Dafür erhalten Sie ein Abführmittel, das Sie in Absprache mit dem Arzt in der Regel am Abend zuvor einnehmen müssen. Vor der Untersuchung erhalten Sie dann auf Wunsch ein leichtes Narkosemittel, das Sie in einen Dämmerschlaf versetzt. Dann führt der Arzt ein Endoskop in den Dick- und Enddarm ein. Dabei handelt es sich um einen etwa fingerdicken Schlauch, an dessen Ende eine kleine Kamera angebracht ist. Ärzte sehen die Bilder auf einem Monitor. Sollte sich herausstellen, dass Polypen oder Gewebeveränderungen vorhanden sind, werden diese direkt entfernt. Die Analyse der Gewebeproben erfolgt dann in einem Labor.

Wer nicht an der Früherkennung teilnehmen möchte, kann den Stuhl ab einem Alter von 55 Jahren alle zwei Jahre auf Blut untersuchen lassen (immunologischer Stuhltest) . Experten raten jedoch, die Darmspiegelung der Stuhluntersuchung vorzuziehen.

In der Zukunft neu: Männer können die Koloskopie bald schon ab 50 Jahren als Kassenleistung wahrnehmen. Außerdem sollen Männer und Frauen regelmäßig Einladungen zur Früherkennungsuntersuchung zugeschickt bekommen.