Eisenmangel – Osteomedicum Kiel

Eisenmangel Entwicklung und Forschung

Der Eisenmangel ist ein Phänomen in der Medizin, das seit vielen Jahren erforscht wird und eine der häufigsten Mangelerkrankung bei Menschen ist. Erstmals beschrieben wurde das Eisenmangelsyndrom 1957 an der Universität Innsbruck. Diese Erforschung wurde 1971 von der Universität Berlin bestätigt (1). Die Osteopathie befasst sich umfassend mit dieser Erkrankung und ist in der Forschung sehr weit fortgeschritten und erfolgreich. In der Osteopathie wird nach der Ursache geforscht, bevor Symptome bekämpft werden. Bei der Behandlung mit alternativen Heilmethoden, werden schonende Behandlungsmaßnahmen angewandt. Zu alternativen Heilmethoden zählen beispielsweise die Behebung einer Erkrankung durch Entspannungstechniken, gesundes Leben durch richtiges Essen und Akupunktur. Als Osteopath führe ich die Untersuchungen auf der Basis manueller Verfahren durch. 

Eisenmangelsyndrom (IDS) und Eisenmangel definiert

  • Die folgende Definition erläutert Ihnen dieses Syndrom einmal näher
    1. Das Eisenmangelsyndrom ist ein Symptomkomplex, der  durch Eisenmangel verursacht wird. Man spricht hier von einem Frühstadium von Eisenmangel.
      In diesem Stadium können typische Symptome auftreten, obwohl noch kein Eisenmangel oder eine Anämie vorliegt.
    2. Erhält ein Patient mit Eisenmangelsyndrom kein Eisen, liegt die Wahrscheinlichkeit bei 15% dass als Spätfolge eine Eisenmangelanämie eintritt
      (Erfahrungen aus der Schweiz und aus Deutschland). (2)
  • Die Definition für Eisenmangel erläutere ich für Sie wie folgt
  1. Unter Eisenmangel versteht man, die Verringerung des Gesamtkörpereisens. Ursachen hierfür können Blutungen, Mangelernährung sowie fortgeschrittenes
    Alter sein. Unser Körper enthält in etwa 2 bis 4 Gramm Eisen. (3)
  2. Ein Mangel an Eisen, ist jedoch noch keine Eisenmangelanämie (Anämie = Blutarmut). Es mangelt dem Körper an rotem Blutfarbstoff (Hämoglobin) sowie an den
    roten Blutkörperchen (Erythrozyten).

Blutzellen

Eisenmangel - Rote Blutzellen - Osteopathie Kiel

Ursachen für den Mangel an Eisen

 Eisen ist ein Spurenelement, von dem jeder Mensch einen gewissen Anteil im Körper braucht. Es wird für den Sauerstofftransport, sowie auch für die Speicherung des Sauerstoffs benötigt. Durch falsche Ernährung, Blutungen oder hohes Alter, geht dem menschlichen Organismus Eisen verloren. Des Weiteren verlieren Sportler mehr Eisen, da durch die Anstrengung der Eisenverlust etwa doppelt so hoch ist wie normal. Frauen im gebärfähigen Alter verlieren durch die Menstruation ebenso vermehrt Eisen. Auch schwangere Frauen sind besonders vom Mangel an Eisen betroffen. Sie sollten sich während der Schwangerschaft ganz besonders um eine regelmäßige Eisenzufuhr bemühen. Wichtiger ist es, vor der Schwangerschaft darauf zu achten, dass man einen normalen Eisenspiegel hat (Ferritinwert über 100 oder bei ständig erniedrigtem Eisenwert bzw. unklaren Ursachen für erniedrigte Eisenwerte, wäre ein Wert zwischen 200 – 300 Ferritinwert besser). Menschen die häufig Blutspenden, sollten Ihren Eisenwert stets überprüfen lassen. Ferritin ist ein Eiweißmolekül, das Eisen speichert. Ferritin befindet sich in den Zellen und ist der wichtigste Eisenspeicher im menschlichen Körper.

 Normwerte für den Eisenanteil im Blut

Bei den Normwerten ist zu beachten, dass es sich um andere Durchschnittswerte handelt. Die unten aufgeführten Werte sind bereits Korrekturen. Ein Eisenmangelsyndrom beginnt schon ab einem Wert unter 50. Die Normwerte variieren je nach Labor, Messmethode und dem Alter der Patienten. Der Grund ist oft eine Mangelernährung aufgrund von Unselbstständigkeit.

Verschiedene Laboratorien in der Schweiz legen den Ferritinwert sehr unterschiedlich fest. So sehen die einen Spezialisten den Normwert für Ferritin im Blut zwischen 7 und 170 ng/ml als ausreichend. Andere Spezialisten legen einen Normwert zwischen 30 und 400 ng/ml fest (2). Die Untergrenze für Frauen liegt bei 50 Mikrogramm pro Deziliter. Die Obergrenze liegt bei 150 Mikrogramm pro Deziliter. Bei Männern sollte die Untergrenze 50 Mikrogramm pro Deziliter aufweisen. Die   Obergrenze bei 160 Mikrogramm pro Deziliter.

Vorkommen von Eisenmangel Frauen im gebärfähigen Alter:

  • In Europa ca. 10 %
  • In den Entwicklungsländer > 50 % der.

Weltweit leiden ca. 25 % der Menschen an Eisenmangel. Menschen, die einen vermehrten Bedarf an Eisen haben – dazu zählen auch ganz besonders Kinder und Jugendliche im Wachstum – empfehle ich, die Eisenwerte in gewissen Abständen kontrollieren zu lassen (4).

Allerdings ist zu beachten, dass eine verringerte Eisenkonzentration im Blut nicht unbedingt auf einen Eisenmangel hinweist!

Bei Menschen, die gegenwärtig einen Infekt aufweisen oder auch eine chronische Entzündung, haben einen verringerten Eisenanteil im Blut. Ein Mangel liegt hier jedoch nicht vor.

 Symptome die bei Eisenmangel auftreten können

 Es wird zwischen verschiedenen Schweregraden des Eisenmangels unterschieden. Je weiter der Mangel schon fortgeschritten ist, desto ausgeprägter sind die Symptome.

Physische Symptome

  • Rillenbildung der Fingernägel
  • Eingerissene Mundwinkel
  • Aphten der Mundschleimhaut
  • Blässe im Gesicht (Nicht jeder Mensch mit blasser Gesichtsfarbe leidet unter Eisenmangel)
  • Zungenbrennen
  • Trockene Haut
  • Kopfschmerzen
  • Nackenverspannungen

Psychische Symptome

  •  Depressive Verstimmung
  • Leichte Reizbarkeit
  • Neurologische Störungen
  • „restless legs“ (unruhige Beine)
  • Essgelüste
  • Schlafstörungen trotz Müdigkeit
  • Nervosität
  • Unkonzentriertheit
  • Erschöpfungszustände

Der Mangel an Eisen weißt viele Symptome auf. Sollten Sie mehrere der oben genannten Anzeichen aufweisen, ist es ratsam, den Eisenwert bzw. den Ferritinwert in Ihrem Blut zu überprüfen. Eine Überprüfung des Blutbildes ist die genaueste Methode, um die Werte zu überprüfen. Behandlungen auf Verdacht oder nach einer reinen Vermutung durchzuführen, ist nicht zielführend. In meiner Arztpraxis für Osteopathie in Kiel am Blücherplatz erhalten Sie eine umfassende Beratung und eine individuelle Untersuchung.

Therapie von Eisenmangel

 Zu einer Therapie bei Eisenmangel gehören zunächst ein ausführliches Gespräch und eine umfassende Erhebung der bisher erfolgten Maßnahmen. Beispielsweise ausführliche Untersuchungen und Laborbefunde. Hiernach erfolgt gegebenenfalls eine individuelle Ergänzung der Diagnostik. Zudem gehört eine umfassende Beratung bezüglich einer ausgewogenen, eisenhaltigen Ernährung. In einigen Fällen ist eine Therapie mit Eiseninfusionen nach den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie sowie der Swiss Iron Health Organisation nötig.

Am „einfachsten“ und wirkungsvollsten ist die gesunde Ernährung, insbesondere mit Lebensmittel, deren Eisengehalt sehr hoch ist. Dazu zählen beispielsweise Hülsenfrüchte, Leber, rotes Fleisch und Vollkornprodukte.

Die richtige Ernährung und das gesundheitsbewusste Leben können dem Eisenmangel auch vorbeugen!

 Zudem kann die Gabe von eisenhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln die Eisenbildung fördern. Bei einem weit fortgeschrittenen Mangel an Eisen (Eisenmangelanämie) oder bei Unverträglichkeit von mindestens zwei Eisenpräparaten, sollte eine Eiseninfusion erfolgen,  empfehlen die Leitlinien zur Diagnostik und Therapie von Erkrankungen aus dem Schwerpunkt Hämatologie und medizinische Onkologie (5). Eisenmangel ist ein Krankheitsbild, das viele verschiedene Symptome aufweist, die man vielleicht untereinander nicht in Verbindung bringt. Daher ist es wichtig, die Signale des Körpers wahrzunehmen und frühzeitig zu handeln. Als Osteopath und Experte für naturheilkundliche Medizin, biete ich Ihnen ein vollumfängliches Spektrum an Diagnostik und Therapiemethoden. Dabei liegt es mir am Herzen, die Ursache Ihres Leidens zu ergründen und Sie erfolgreich zu therapieren, sodass keine weiteren Eisentabletten oder Infusionen benötigt werden.

Quellenangaben:

(1) www.siho-global.net

(2) Das unterschätzte Element von Dr. med. Beat Stephan Schaub, FA f. Innere Medizin November 2010,

(3) Wikipedia

(4) Innere Medizin Gerd Herold Verlag u. Mitarbeiter

(5) Mehr zum Thema Eisen auf Onkopedia

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